Es geht auch anders

Seit Jahren gilt die Schweiz als Topstandort für Konzernzentralen und andere international operierende Firmen. Als ausschlaggebend für die Wahl werden üblicherweise die günstigen Steuern, die gute Infrastruktur, die auf jeder Stufe gut ausgebildeten Arbeitskräfte, der effiziente und benutzerfreundliche Staatsapparat und die sogenannten weichen Faktoren wie etwa den Freizeitwert der Landschaft erwähnt. Hinzu kommt noch die räumliche Nähe zu den Hauptmärkten.

Seit neuestem warnt jedoch Swissholdings, der Interessensverband der entsprechenden Firmen, vor einer Verschlechterung der guten Position der Schweiz. Andere Länder, insbesondere Irland, holten auf. Gründe für diese Erosion gibt es mehrere, so etwadie Unternehmensbesteuerung.

Bemerkenswert sind die Lösungsvorschläge. Dazu gehören neben juristischen und organisatorischen Massnahmen die steuerliche Entlastung von Forschung und Entwicklung sowie das Beseitigen von Doppelspurigkeiten zwischen Kantonen und Bund bei den Förderungsmassanhmen.

Das Fehlen einer Gesamtstrategie für das Land im nach 1989 immer härter gewordenen Konkurrenzkampf wird immer wieder kritisiert. Dazu gehören gewiss attraktive Steuern, vor allem aber die gezielte Förderung von Forschung und Entwicklung. So hat etwa der französische Staatspräsident Sarkozy deren Bedeutung erkannt.  Konkret hat er eine « Staatsanleihe für Zukunftsinvestitionen » angekündigt. Diese fokussiert sich etwa auf Forschung und Entwicklung, die Förderung innovativer Unernehmen und den Ausbau erneuerbarer Energien. Flankierende Massnahmen betreffen die materielle Standortförderung durch Verbesserung der Infrastruktur. Teilweise hat sie es bitter nötig!

Und in der Schweiz: Dort beunruhigen angekündigte Radikalkürzungen. Neuestes Beispiel ist die vom cüplisozialistischen Bundesrat Leuenberger angekündigte Kollektivbestrafung der Pendler durch einen asozialen Tarifumbau. Ist das nicht eine gezielte Verschlechterung der Infrastruktur und dadurch der Standortattraktivität?

Wäre nicht das Gegenteil vonnöten? Gehörte dazu nicht auch die gezielte Förderung von Forschung- und Entwicklung, gerade auch im Bereich der erneuerbaren Energien und Clean Tech?

Daniel Stanislaus Martel

Publicités

One Response to Es geht auch anders

  1. Paul Perjes dit :

    In den letzten 20 Jahren hat sich ein schleichender Niedergang bei den altbekannten Qualitäten der Schweiz abgespielt. Langsam wird dieser Niedergang auch für den Allgemeinbürger sicht- und spürbar.

Laisser un commentaire

Entrez vos coordonnées ci-dessous ou cliquez sur une icône pour vous connecter:

Logo WordPress.com

Vous commentez à l'aide de votre compte WordPress.com. Déconnexion / Changer )

Image Twitter

Vous commentez à l'aide de votre compte Twitter. Déconnexion / Changer )

Photo Facebook

Vous commentez à l'aide de votre compte Facebook. Déconnexion / Changer )

Photo Google+

Vous commentez à l'aide de votre compte Google+. Déconnexion / Changer )

Connexion à %s

%d blogueurs aiment cette page :