Intakter Innovationsplatz Schweiz?

Die Innovationskraft der schweizerischen Unternehmen scheint im internationalen Vergleich weiterhin intakt zu sein. Formell kommt eine Erhebung des Bundesamtes für Statistik zur Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (F&E) zu diesem Schluss. Schweizer Unternehmen belegen den weltweit guten siebten Platz. Spitzenreiter ist übrigens Israel und eingerahmt wird die Schweiz von Finnland und den USA.

Ausgeprägt ist die Fähigkeit zur permanenten Optimierung und Erneuerung besonders bei den kleineren und mittleren Unternehmen, den so genannten KMU. Führende Beobachter bestätigen zudem, dass der für die breite Bevölkerung glimpfliche Verlauf der Krise, sieht man von den Arbeitslosen ab, zum grossen Teil der bereits hohen internationalen Konkurrenzfähigkeit des Landes zu verdanken ist.

Trotzdem… Bekanntlich steht die Zukunft des ältesten Schweizer Militärflugplatzes Dübendorf, pardon, « Düsendorf » für Eingeweihte, zur Diskussion.

Das durch eine allfällige Schliessung frei werdende Gelände in perfekter Stadtlage hat diverse Ideen inspiriert. Diese reichen vom Wohnungsbau über die Formel 1-Rennbahn bis zum Innovationspark. Dieser hat rasch eine breite Diskussion ausgelöst.

Erstaunlich ist jedoch das fehlende Echo einer weiteren aviatischen Nutzung des Geländes. Dies hängt wahrscheinlich mit dem in den letzten Jahren negativ gewordenen Image der Fliegerei zusammen.Dabei sind sich die meisten Fachleute einig, dass die Luftfahrt ein entscheidender Technologietreiber gerade auch im Unweltbereich geworden ist.
Verschiedene Vereinigungen haben nun die Idee des Innovationsparks aufgegriffen, allerdings im Hinblick auf die Luftfahrt. Dort spielt die Schweiz eine etwas geringere Rolle als in anderen Hochtechnologien.

Konkret will die Task Force Flugplatz Dübendorf das « etwas andere » Gelände für Luftfahrtsakteure schaffen. Unter der Bezeichnung « AVIApolis » sollen F&E-intensive Unternehmen angezogen werden. Daszu gehören etwa Wartungs- und Herstellerbetriebe. Zudem soll weiterhin klassischer Flugbetrieb, etwa für Such- und Rettungsflüge, sichergestellt sein. Dabei blieben die Infrastruktur erhalten und damit auch die rund 1500 teilweise hochqualifizierten Arbeitsplätze. Die Arbeitsgruppe schätzt zudem, dass rasch etwa 500 weitere hinzu kämen.

Ein solcher Luftfahrtsinnovationspark wäre eine Neuheit für Europa und könnte auch Synergien mit anderen Initiativen ermöglichen. Möglich wären etwa Grundlagenforschung in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) und der Fachhochschule Winterthur. Denkbar – und der Rolle der Schweiz angemessen – wären auch Querdenker und Grundlagenforschung.

Ist die Idee, Dübendorf als Zentrum der Luftfahrt zu erhalten, sinnvoll? Was gäbe es sonst noch für Möglichkeiten? Je origineller, desto besser.

Daniel Stanislaus Martel

Publicités

Laisser un commentaire

Entrez vos coordonnées ci-dessous ou cliquez sur une icône pour vous connecter:

Logo WordPress.com

Vous commentez à l'aide de votre compte WordPress.com. Déconnexion / Changer )

Image Twitter

Vous commentez à l'aide de votre compte Twitter. Déconnexion / Changer )

Photo Facebook

Vous commentez à l'aide de votre compte Facebook. Déconnexion / Changer )

Photo Google+

Vous commentez à l'aide de votre compte Google+. Déconnexion / Changer )

Connexion à %s

%d blogueurs aiment cette page :